6. SSW

6. SSW – DIE 6. SCHWANGERSCHAFTSWOCHE

Frauen, die noch nicht wissen, dass sie schwanger sind, können oft jetzt schon deutlich spüren, dass etwas anders ist. Ein leichtes Ziehen im Unterleib, als würde die Periode doch noch kommen, Rückenschmerzen oder das Gefühl, einfach dicker zu sein – das alles sind verräterische Anzeichen, doch sie sind vollkommen normal.

6. Schwangerschaftswoche

6. SSW – Was tut sich bei Mama?

Noch sieht niemand es dir von außen an, aber der Uterus wächst schon jetzt mit seinen Aufgaben. Da er im wahrsten Sinne des Wortes wächst, musst du schon in der 6. Schwangerschaftswoche häufiger und dringender zur Toilette als bisher. Das mag aber auch daran liegen, dass jetzt unter anderem die Nieren stärker durchblutet werden und dadurch an „Motivation“ gewinnen.

Auch können die Brüste größer wirken, die Brustwarze ebenfalls und der Warzenhof ist dunkler und sehr empfindlich.

Da der Beta-hCG-Spiegel jetzt immer weiter steigt, gerät auch deine Stimmung schnell durcheinander. Es ist vollkommen normal, dass du gerade leicht reizbar bist, keine Lust und auch gar keine Kraft für große Abenteuer hast. Du wirst vielleicht auch schnell müde – das kann sich auch die ganze Schwangerschaft über halten. Achte darauf, dass du dich ausreichend ausruhst, denn der Körper braucht das jetzt.

Entwicklung des Babys in der 6. Schwangerschaftswoche

Das Baby ist jetzt so groß wie ein Granatapfelkern und erinnert an eine kleine Kaulquappe. Erinnerst du dich noch an die Bilder aus den Biologiebüchern für Schüler, auf denen Embryos von Menschen, anderen Säugetieren, Reptilien oder Fischen einander gegenübergestellt werden und alle gleich aussehen? Diese Bilder stammen aus der Zeit rund um die 6. Schwangerschaftswoche.

Für dich sieht dein kleiner Bauchbewohner natürlich schon jetzt genauso aus wie du und dein Partner. Jeder andere würde auf dem Ultraschallbild aber nicht erkennen können, ob es nun ein kleiner Frosch, ein Fohlen oder doch ein Mensch wird.

Apropos Aussehen – ganz so weit hergeholt ist es nicht, wenn du jetzt schon Familienähnlichkeit siehst. Du erkennst es zwar noch nicht, aber dein Embryo hat bereits eine ganz dünne Haut und auch die Gesichtszüge beginnen, sich zu entwickeln. Schon jetzt steht fest, wie dein Baby aussehen wird, ob es deine oder Papas Nase hat oder nach jemand ganz anderem aus der Familie kommt.

Theoretisch kannst du jetzt schon überprüfen, ob die Aussage stimmt, dass aus Babys, die mit Liebe gemacht wurden, auch wirklich immer schöne Babys entstehen.

Entwicklung des Herz-Kreislauf-System des Babys in Woche SSW 6

Das Herz-Kreislauf-System entwickelt sich jetzt und nimmt Fahrt auf. Das ist auch gut so, denn gleichzeitig entwickelt sich die Plazenta, die zwischen dir und deinem Kind eine Verbindung herstellt, über die es im Mutterleib ernährt werden kann. Während es natürlich schon vorher darauf ankam, dass du gut und gesund isst, ist das jetzt erst recht so – denn was du isst und trinkst, das wandert durch die Plazenta in die Nabelschnur und damit direkt in Babys Bauch.

Da sich gerade jetzt so viele lebenswichtige Funktionen entwickeln und aus Zellhaufen echte Organe, Nervenbahnen und Gewebe werden, ist Folsäure essenziell. Die meisten Frauen müssen es als Ergänzungsmittel einnehmen, da viele Menschen unter einem leichten Mangel leiden, ohne es zu bemerken. Allerdings reicht dieser Mangel schon aus, um beim ungeborenen Baby zu einem Neuralrohrdefekt zu führen.

Bestenfalls ist die Schwangerschaft geplant und du nimmst bereits seit längerer Zeit Folsäure ein, damit sie da ist, wenn du wirklich endlich schwanger bist. Weiterhin kann es sinnvoll sein, jetzt schon weitere Nahrungsergänzung zuzuführen, denn es entwickelt sich nicht nur beim Baby viel, sondern auch der Körper der Frau muss diesen Kraftakt bewältigen. Am gesündesten kann die Entwicklung in der 6. Schwangerschaftswoche dann verlaufen, wenn wirklich alles da ist, was das Baby für diese ersten großen Schritte im Leben braucht.

Der erste Besuch bei deinem Frauenarzt

In der  6. Schwangerschaftswoche (6. SSW) steht bei den meisten Frauen auch die erste Untersuchung beim Frauenarzt an. Eine Tast- sowie Ultraschalluntersuchung bestätigt dann in der Regel die Schwangerschaft und mit dem sichtbaren Herzschlag wird auch der Mutterpass ausgestellt. Der Frauenarzt wird die Entwicklung des Kindes und das Befinden der Mutter während der Schwangerschaft in diesem Pass dokumentieren.

Der erste Besuch beim Frauenarzt ist auch ein guter Zeitpunkt, sich über die anstehenden Vorsorgeuntersuchungen zu informieren und über eventuell bestehende Risikofaktoren zu sprechen.

Auch wenn das neue und bisher vielleicht unbekannte Gefühl schwanger zu sein überwältigend ist und man sein Glück am liebsten jedem mitteilen möchte:
Bis zur 12. Schwangerschaftswoche besteht ein erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt.

Die meisten Frauenärzte raten daher dazu, die Schwangerschaft erst nach dieser Zeit bekannt zu machen. Die Entscheidung darüber obliegt der Schwangeren jedoch selbst und vor allem bei beruflichen Tätigkeiten, die mit einem Risiko für die Mutter oder das Kind einhergehen, empfiehlt sich eine frühere Bekanntgabe der Schwangerschaft.

Späte Schwangerschaft – Risikoschwangerschaft?

Fast jeder von uns möchte irgendwann einmal Kinder haben. Doch leider ist fast nie der richtige Zeitpunkt da. Im Studium ist es noch zu früh dafür und danach hat man gerade erst in der Arbeitswelt Fuß gefasst und kann sich keinen langen Schwangerschaftsurlaub leisten. So kommt es, dass viele Frauen heutzutage immer später Mütter werden. Doch je älter man wird, desto mehr Risiken birgt eine Schwangerschaft angeblich. Doch ist dem tatsächlich so?

Ab wann ist es eine späte Schwangerschaft?

Dazu zählen alle Schwangerschaften bei Frauen ab 35 Jahren, die zuvor noch kein Kind bekommen haben. Frauen mit bereits einem oder mehreren Kindern zählen erst mit über 40 Jahren zu späten Schwangerschaften. Sie werden in die Gruppe der Risikoschwangeren sortiert, da Komplikationen bei der Schwangerschaft mit zunehmendem Alter steigen.

Dies muss jedoch nicht zwangsweise heißen, dass es Risiken geben muss. Ist die Frau gesund und achtet auf ihren Körper, steht einer normalen Geburt nichts im Wege.

Nichtsdestotrotz ist die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, wesentlich geringer, je älter man wird. Dies liegt daran, dass die Anzahl der Eizellen nach und nach abnimmt. Nicht bei jedem Zyklus findet noch ein Eisprung statt. Die Fruchtbarkeit lässt also stetig nach. Durch moderne medizinische Möglichkeiten können Frauen jedoch sogar noch in ihren 50ern ein Kind bekommen (z.B. durch künstliche Befruchtung).

Risiken einer späten Schwangerschaft

Es kommt vermehrt zu vorzeitigen Wehen und Frühgeburten. Dies liegt daran, dass mit zunehmendem Alter die Elastizität des Bindegewebes nachlässt. Unter dem Gewicht des Babys können Muskeln sowie Sehnen nachgeben.

Es bilden sich vermehrt Myome, also gutartige Tumore in der Gebärmutter, welche weitere Komplikationen auslösen können. Sie führen meist zu großen Schmerzen und dazu, dass sich das Kind vor der Geburt in einer falschen Lage befindet. In einem solchen Fall ist meist ein Kaiserschnitt notwendig. Häufig verursachen Myome allerdings keine weiteren Probleme.

  • Darüber hinaus steigt die Gefahr, dass Fehlbildungen bei dem Kind auftreten. Insbesondere Chromosomenstörungen wie Trisomie 21 kommen vor.
  • Um allen Risiken vorzubeugen, stehen Frauen, die erst spät schwanger werden, eine Vielzahl an Untersuchungen zur Verfügung. Spezielle Fruchtwasseruntersuchungen und Ultraschall zeigen jedwedes mögliche Problem.
  • Die Wahrscheinlichkeit für eine Mehrlings-Geburt steigt zusätzlich, da meist mehrere Eizellen gleichzeitig heranreifen.

Vorteile später Elternschaft

Meist haben die Mütter und Väter viel mehr Lebenserfahrung und können das Ganze gelassener angehen. Sie müssen sich nicht mehr darauf konzentrieren, möglichst schnell die Karriereleiter zu erklimmen, sondern können sich voll und ganz der Familienplanung widmen. Sie haben nicht das Gefühl, durch eine Schwangerschaft etwas von ihrem Leben zu verpassen.

Nachteile später Elternschaft

Für ältere Eltern wird es schwierig, sich mit den Eltern der Spielkameraden des Kindes anzufreunden. Sie gehören nun einmal einer völlig anderen Generation an; der Unterschied ist teilweise einfach zu groß. Zudem darf man nicht vernachlässigen, wie sich das Kind fühlt, wenn es erwachsen wird. Ist es beispielsweise gerade erst 18 geworden, sind die Eltern vielleicht schon um die 60 Jahre alt.

Bei vielen Kindern entstehen schnell Verlustängste oder die Eltern können die Kinder nicht mehr verstehen, weil der Altersunterschied einfach viel zu groß ist.

Das alles sind jedoch nur mögliche Nachteile. Dass es so kommen muss, ist nicht gesichert.

Papa in der SSW 6: Ab jetzt kein Kaffee mehr

Auch wenn deine Partnerin keine Übelkeit hat, stellen sich oft starke Abneigungen im ersten Schwangerschaftsdrittel ein. Da kannst du mit dem liebevoll ans Bett gebrachten Kaffee schon starken Ekel auslösen. Nicht böse werden! Mit dieser Reaktion zeigt der Körper der Mutter an, was vielleicht schlecht für das Baby sein könnte und meldet sofort Alarm. Auch später und ganz urplötzlich können Ekelgefühle oder starke Reaktionen bei ihr auftreten:

Das Aftershave, das du schon seit Jahren benutzt, darfst du jetzt nicht mehr verwenden, weil ihr davon schlecht wird. Ihr esst ein Essen, das ihr öfter kocht und plötzlich verlässt sie den Tisch, weil sie die Abneigung so heftig packt. Ganz klar, dass es ab jetzt keine Frikadellen mehr geben wird.

Es hilft nichts: Das musst du wohl in nächster Zeit akzeptieren und Aftershave und Frikadellen bis auf weiteres vermeiden. So plötzlich, wie diese Abneigungen kommen, so gehen sie auch wieder. Entweder mit dem Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels oder aber auch erst Jahre später. Je nachdem, wie heftig sich der Ekel geäußert hat, bleibt eine starke Erinnerung daran zurück und sie wird Gerüche oder Geschmäcker noch lange damit verbinden.

Zurück zu Schwangerschaftswoche 5

Zu Deiner 7. Schwangerschaftswoche

By |2018-09-17T08:55:02+00:00Dezember 12th, 2017|Uncategorized|1 Comment

About the Author:

Comments are closed.