Mein erster Kindergarten tag

Kompetenzen, die ein Kind im Kindergarten erwirbt, prägen es sein Leben lang. Es lernt soziale Kontakte zu knüpfen, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen und sich in eine Gruppe zu integrieren. Dementsprechend wichtig ist es, den richtigen Kindergarten auszuwählen, einen sanften Einstieg in den Kindergarten zu gewährleisten und das Kind bestmöglich zu unterstützen. Hier finden Sie ein paar Tipps, welche diese wichtigen Schritte erleichtern.

Dieser Kindergarten passt zu mir

Meine Freunde

Es gibt bei der Suche nach dem richtigen Kindergarten einiges zu berücksichtigen. Für Eltern besteht der erste Schritt meist darin, andere Eltern nach ihren Erfahrungen zu fragen. Haben Kinder Freunde oder bekannte Kinder in der Gruppe, fällt das Eingewöhnen leichter.

Mein Kindergarten

Eltern sollten sich den Kindergarten vorab ansehen. Dabei ist darauf zu achten, ob … :

  • … das Gelände des Kindergartens gepflegt und ansprechend wirkt.
  • … ausreichend hochwertiges Spielzeug zur Verfügung steht.
  • … der Kindergarten Angebote zur Förderung von Kompetenzen anbietet.
  • … die Einrichtung Eltern ausreichend informiert.

Meine Betreuung

Ein Gespräch mit dem Personal des Kindergartens sollte vorab klären, ob die Chemie zwischen Elternhaus und der Einrichtung stimmt. Um ein Kind zu erziehen, benötigt es ein ganzes Dorf, ein Netzwerk an Eingeweihten und Vertrauenspersonen, sagen Experten. Durch gute Kommunikation zwischen dem Elternhaus und dem Kindergarten erweitert sich dieses Netzwerk.

Manche Kinder sind beim Eingewöhnen in den Kindergarten noch nicht windelfrei. Hier ist darauf zu achten, ob der favorisierte Kindergarten gerne bereit ist, Wickelkinder anzunehmen.

Bis mich Mama oder Papa abholt

Suchen Eltern einen Kindergarten, der das Betreuen der Kinder auch nachmittags anbietet, sind sie auf die Öffnungszeiten angewiesen. Auch der Standort ist ein gewichtiges Entscheidungskriterium, vor allem im ländlichen Raum.

Vorbereitung auf meinen neuen Lebensabschnitt

Kinder brauchen Vorbereitungszeit, es ist ratsam, zwischen dem Anmelden und dem ersten Kindergartentag mit dem Kind über die bevorstehende Veränderung zu sprechen. Machen Sie Ihr Kind neugierig, es gibt passende Bücher und Musik für den Start in den Kindergarten die Ihrem Kind Mut machen. Erheben Sie den Besuch des Kindergartens zum Privileg. Sie können sagen, wie groß Ihr Kind schon ist und dass die kleine Susi von nebenan noch nicht zum Kindergarten darf. Sie sind der Experte für Ihr Kind und wissen es zu motivieren!

Meine erste Kindergartentasche

Natürlich darf eine Kindergartentasche nicht fehlen. Nehmen Sie Ihr Kind mit beim Kauf einer Tasche und lassen Sie es entscheiden – das bringt zusätzliche Motivation!

Eine Lunchbox, in der Lieblingsfarbe oder mit einer beliebten Kinderfigur, gehört zur Ausstattung. Später, beim Befüllen, ist darauf zu achten, dass manche Kindergärten einen Wander-Obstkorb anbieten. Dabei wird ein Korb mit Obst, jede Woche von einer anderen Familie aufgefüllt und erst im Kindergarten aufgeschnitten. So naschen die Kinder frisch aufgeschnittenes Obst und Gemüse im Kindergarten und die Eltern ersparen sich das morgendliche Apfel Schälen.

Auch über Getränke im Kindergarten sollten sich Eltern vorab informieren. Bekommen die Kinder Saft im Kindergarten oder sollen sie ihn von zu Hause mitbringen? In manchen Einrichtungen ist es üblich, dass die Eltern eine Flasche Saft zum Verdünnen in den Kindergarten bringen.

Ob das Kind weitere Utensilien wie Turnkleidung, Taschentücher, Gummistiefel oder Servietten benötigt, informiert in der Regel der Kindergarten. Empfehlenswert ist es für das Kind ein Säckchen mit Wechselkleidung im Kindergarten zu deponieren. Selbst bei Kindern, die schon lange keine Windel mehr benötigen, kommt es vor, dass sie in solchen Situationen rückfällig werden.

Meine ersten Tage im Kindergarten

Die meisten Kindergärten bieten einen „sanften Einstieg“ für neue Kinder an. Dabei begleitet ein Elternteil das Kind an seinem ersten Kindergartentag. Auch die folgenden Tage kann das Kind eine Bezugsperson mitbringen. Diese verlässt in, auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmten, Zeitfenstern den Kindergarten. Der Vorgang wird, je nachdem wie lange ein Kind benötigt, um sich an die neue Situation zu gewöhnen, wiederholt. Später kann das Kind die Bezugsperson noch durch das Lieblingsstofftier als Begleitperson ersetzen.

In manchen Kindergärten ist zusätzlich noch ein „Buddy Programm“ beim Eingewöhnen hilfreich. Ein älteres Kind bekommt die Aufgabe, sich um das neue Kind zu kümmern – als Buddy. Das ist nicht nur für das neue Kind förderlich. Es birgt auch für das ältere Kind die Chance Kompetenzen, wie Empathie und Zuverlässigkeit, aufzubauen.

Manchmal bin ich traurig

Hat das Kind anfangs Probleme beim Eingewöhnen, heißt es dran bleiben! Viele Kinder weinen am Anfang oder beginnen damit einzunässen. Meistens ist dieser Zustand nicht von langer Dauer. Hellhörig sollten Eltern werden, wenn das Kind über Bauchschmerzen oder andere körperliche Beschwerden klagt oder sich die Probleme über einen längeren Zeitraum nicht bessern. Vielleicht ist in diesem Fall der Einstiegszeitpunkt noch zu früh.

Für viele Eltern ist der Eintritt ihrer Kinder in den Kindergarten ein fast genauso großer Schritt wie für die Kinder. Dennoch ist dieser wichtige Lebensabschnitt mit vielen positiven Effekten verbunden. Was gibt es Schöneres als ein glückliches Kind, das mit strahlenden Augen erzählt: „Mama, mein erster Kindergartentag war toll!“