Windpocken – Eine typische Kinderkrankheit

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Windpocken – Eine typische Kinderkrankheit

Die Windpocken (Varizellen) werden durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht, welches zur Gruppe der Herpesviren gehört und zählen mit zu den Kinderkrankheiten, da die Krankheit hauptsächlich bei Kindern im Vorschulalter auftritt. Dennoch können auch Erwachsene an Windpocken erkranken, wenn sie nicht dagegen geimpft sind. Hat man die Krankheit allerdings einmal in der Kindheit gehabt, besteht in den meisten Fällen eine lebenslange Immunität.
Windpocken bei einem Kind

Kind hat Windpocken

Der Name der Krankheit ist dadurch entstanden, weil die Viren durch die Luft fliegen und dadurch eine hohe Ansteckungsgefahr über mehrere Meter besteht. Bekannt ist die Krankheit unter anderem auch unter dem Namen Wasserpocken.

Erkennbare Symptome und der Krankheitsverlauf der Windpocken

In den ersten Tagen hat der Betroffene meist nur Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und fühlt sich körperlich sehr angeschlagen. Zwischen dem dritten und dem fünften Tag findet die Entwicklung des charakteristischen Hautausschlages statt. Es entstehen rote Bläschen, die mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt sind und sehr stark jucken. In diesem Zeitraum können sich immer wieder neue Pusteln bilden. Der Hautausschlag beginnt typischerweise erst im Gesicht und am Rumpf. Danach verteilt er sich auf den Armen und Beinen, bis schließlich auch die Genitalien sowie die Mundschleimhaut und sogar die Kopfhaut betroffen sind. Zwischen 200 und 500 Bläschen können sich je nach Patient am Körper bilden.

Nach Ausheilung der Krankheit können Viren im Körper zurückbleiben und im Laufe der Jahre reaktiviert werden. Hierdurch kann eine Gürtelrose entstehen.

Wie werden die Viren übertragen?

Die Viren werden in den meisten Fällen durch Tröpfcheninfektion, das heißt durch husten oder niesen übertragen. Eine Ansteckung ist jedoch auch durch Schmierinfektion möglich. Das kann passieren, wenn man mit dem Inhalt der Bläschen in Berührung kommt. Besonders bei sehr engem Kontakt oder gemeinsamen Aufenthalt im gleichen Raum ist die Ansteckungsgefahr extrem hoch, wenn man nicht geimpft ist. Bei Schwangeren besteht sogar die Möglichkeit, das Virus auf das ungeborene Kind zu übertragen, was zu Missbildungen führen kann. Dies passiert allerdings recht selten.

Die Inkubationszeit zwischen dem Tag der Ansteckung und dem Beginn der ersten Symptome liegt bei 8-28 Tagen. Meistens treten die ersten Anzeichen jedoch bereits nach 14 Tagen auf. Betroffene können schon ein bis zwei Tage vor Ausbruch der Krankheit die Viren auf andere Personen übertragen und sollten deshalb den Kontakt versuchen zu meiden.

Die Behandlung der Krankheit

Im Normalfall verläuft die Krankheit ohne große Probleme oder Komplikationen und hält in der Regel eine Woche bis zehn Tage an. Die Behandlung erfolgt symptomatisch. Zur Linderung des Juckreizes werden Salben verschrieben. Eine Therapie ist meistens nicht notwendig. Treten jedoch erhöhte Beschwerden auf, müssen auch die Erreger selbst behandelt werden. Ein Risiko für Komplikationen wie zum Beispiel eine Lungenentzündung, Hirn- und Hirnhautentzündung besteht bei Schwangeren und Neugeborenen, Menschen im hohen Alter sowie bei Betroffenen mit einem geschwächten Immunsystem.

Welche Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Windpocken gibt es?

Impfung gegen Windpocken

Impfen gegen Windpocken

Um dem Ausbruch von Windpocken vorzubeugen, wird seit 2004 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) die Varizellen-Impfung empfohlen. Die erste Impfung findet in der Regel zwischen dem 11. und 14. Monat statt, die zweite Impfung zwischen dem 15. und 23. Monat, kann aber auch nachträglich jederzeit nachgeholt werden. War man bisher nicht geimpft und ist mit einem Erkrankten in Kontakt gekommen, kann eine nachträgliche Impfung gegen das Virus innerhalb von 96 Stunden den Ausbruch verhindern oder den Krankheitsverlauf zumindest deutlich abschwächen. In ganz selten Fällen ist eine Erkrankung auch trotz Impfung möglich.

Des Weiteren sollte man immer versuchen, den Kontakt zu infizierten Personen zu meiden, erst Recht, wenn man eben nicht geimpft ist.

Was kann man selbst tun gegen Windpocken?

Ganz wichtig ist es, nicht zu kratzen, auch wenn die betroffenen Stellen noch so jucken. Die aufgekratzten Bläschen können sich entzünden und Bakterien entstehen. Dadurch können Narben zurückbleiben. Bei kleinen Kindern ist es deshalb ratsam, die Fingernägel kurz zu schneiden.

Empfehlenswert ist auch eine leichte Kleidung, die nicht so sehr auf der Haut reibt.

Windpocken – Eine typische Kinderkrankheit
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By | 2017-12-20T07:25:38+00:00 Dezember 18th, 2017|Gesundheit, Uncategorized|0 Comments

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